Qype: Im Alten Zolln in Lübeck

20 03 2009

LuebeckEssen & TrinkenBars & KneipenKneipen

Literatur. Das ist es vordergründig, mit dem der „Zolln“ in direkter Verbindung gebracht werden kann. Das liegt aber nicht ausschliesslich in der Tatsache, daß in den oberen Räumen an der Mühlenstrasse seit Jahrzehnten und gerne der „Lübecker Autorenkreis“ tagt, sondern auch an dem Umstand, das es in diesen Räumen nicht nur erlaubt, sondern eben auch möglich ist, ganz unauffällig ein Buch, die Zeitung oder irgendeine andere Lektüren zu lesen.
Natürlich nur, soweit hier nicht zufällig gerade Live-Musik stattfindet. Das Essen ist hingegen recht rustikal.
Mein Beitrag zu Im Alten Zolln – Ich bin jphintze – auf Qype





Qype: Ali’s Futterkrippe in Lübeck

20 03 2009

LuebeckEssen & TrinkenFast Food & ImbissEssen & TrinkenRestaurants

Eine Imbissbude, wie man sich eine solche vorstellt und mit bedeutendem Kult-Charakter über Lübeck hinaus: Die direkt am Lindenplatz gelegene Futterkrippe von Ali.
Im Sommer stinkt, dass darf nicht verschwiegen werden, diese Buden meilenweit (auch gegen den Wind) nach Pommes-Fett – im Sommer hat man aber auch überhaupt keinen Appetit auf Imbiss-Food. Ansonsten sollen die Speisen hingegen unschlagbar sein; ein weiterer Hit ist der günstige und aromatische Kaffee.
Mein Beitrag zu Ali’s Futterkrippe – Ich bin jphintze – auf Qype





Leserreporter

26 11 2008
Leserreporter gibt es auch in Österreich; die Ausbildung findet im redaktionellen Teil statt...

Leserreporter gibt es auch in Österreich; die Ausbildung findet im redaktionellen Teil statt...

Die Discounterkette „LIDL“ verkauft ab 4.12. in ihren Filialen die bild.de-Videokamera für €69,90. Mit dabei ist auch eine Software, mit denen die Nutzer (von Bild „Leserreporter“ genannt) ihre Videos auf die Server von bild.de hochladen können. BILD-Chefredakteur Kai Diekmann will somit innerhalb kürzester Zeit über kostenlosen Content für seine seltsame Publikation verfügen. Bereits vor kurzem schwadronierte Diekmann aus, „verdienten“ Leserreportern eine solche Kamera zu schenken.

Als ich 1995 mein Volontariat in einer Lübecker Redaktion begann, fiel mir ein Buch aus dem Verlagsregal direkt in den Arm: „Niedergang des Journalismus“ (oder so ähnlich), hiess es, und handelte von einer globalisierten Welt und (damals) neuen Kommunikationstechniken. Journalismus, so der Tenor, wäre demnach zukünftig nur noch eine Zusatzqualifikation innerhalb der gesellschaftlichen Kommunikation. Aufgabe der Redakteure wäre es künftig, journalistische Beiträge zu formen, zu finden und für die eigenen Publikationen zu kanalisieren.

Kai DIekmann scheint auch dieses Buch gelesen zu haben. Und seine Reporter und Journalisten eingeschworen zu haben, ihr eigenes Grab zu schaufeln. Der Witz an der Sache ist: Die sonst so weitsichtigen, tiefsinnigen und geistig-unabhängigen Journalisten erkannten nicht, wessen Grab sie gruben, machten sogar begeistert mit.

Auch ich gehörte zum Heer der Praktikanten, die selbstverständlich irgendwann mal unter göttlichen Konditionen übernommen werden sollten. Praktikanten, die sich bereitwillig ausbeuten lassen und gerne bereit sind, bei Recherchen auch mal aus eigener Tasche zuzuzahlen – der Glaube an das eigene Können und den Respekt vor Qualität war zu dieser Zeit noch ungebrochen. Ich lernte die menschenverachtende BILD-Redaktion kennen, arbeitete mich am Hamburger Axel-Springer-Platz bis zur Computer-BILD vor. Und lernte dann, unten, in der Passage, einen anderen Praktikanten kennen. Der tat ebenso motiviert, war jedoch bereits 44 Jahre alt. Geschockt wachte ich auf, hörte auf zu Glauben und begann zu handeln.

Kai Diekmann hat vielleicht zu viele Mitarbeiter angezüchtet, die irgendwann nicht mehr an ihre Übernahme glauben und sich jenseits der Dreißiger-Grenze vielleicht auch mal zu alt als Praktikant fühlen. Seine Idee, noch viel billiger und unabhängiger zu produzieren mündete im Masterplan, sogenannte „Leserreporter“ heranzüchten zu wollen. Das ärgerte zwar den „Deutschen Journalisten-Verband“ und andere, war dem Diekmann aber völlig gleichgültig. Presseratsrügen und Kritik perlen an schmierigen Menschen meist widerstandslos ab. Diekmann selbst findet den Masterplan offensichtlich als Karriere-Meilenstein: Wo andere noch verdiente Mitarbeiter bis zur Entlassung zu kürzen versuchen, stellt Diekmann für BILD neue Mitarbeiter ein, die nicht nur völlig kostenlos tätig werden, sondern darüber hinaus auch noch ihr Equipment selbst finanzieren. Über Kompetenz macht sich der Mann dabei keinen Kopf – seine „BILD“ hat schliesslich auch weder Kompetenz, noch Niveau – er kann also eigentlich nichts falsch machen…





Slam-A-Rama

17 11 2008

shortfilslamdezIn der Stadt der „Nordischen Filmtage“, also Lübeck, wird auch an die Kurzfilmszene gedacht; wie schön: Die Lübecker „Slam-A-Rama“ sowie das Filmhaus präsentieren in selbigen im Rahmen der mittlerweile 3. Shortfilm Slam zehn Kurzfilme auf ganz grosser Leinwand.
Eine Jury, welche sich aus Individuen des Publikums zusammensetzt wählt im Laufe des Abends den, bzw. die Gewinner. Yu Jin sorgt für eine elektronische Musik Performance.

Jeder, der eigene Streifen zur Wahl stellen möchte, ist willkommen und erwünscht. Eingereicht werden dürfen alle erdenklichen Arten und Formen kurzer Filmproduktionen. Die einzigen formellen und technischen Bedingungen: Dein Film sollte nicht länger als 15 Minuten sein und als DVD vorliegen.

Die DVD bitte per Post an das:

Filmhaus
Königstrasse 38 – 40
23552 Lübeck

oder ganz einfach persönlich im Filmhaus abgeben.
Den eigenen Namen, Adresse und Telefonnummer natürlich nicht vergessen – Einsendeschluß ist Mittwoch, der 03. Dezember.

Das Festival selbst findet am Freitag, 12. Dezember 2008, um 22 Uhr im Filmhaus Lübeck statt.

www.myspace.com/dershortfilmslamimfilmhauslbeck





Posse erobert Welt

15 11 2008
Bauchschmerzen wegen wikipedia!

Bauchschmerzen wegen wikipedia!

Eine Dummheit bahnt sich ihren Weg durch die Medien: Ein linker Bundestagsabgeordneter aus Lübeck setzt juristisch Wikipedia-Deutschland schachmatt! Weil er mit einem Eintrag des Onlinelexikons wikipedia zu seiner Person nicht einverstanden ist, setzte Lutz Heilmann, Abgeordneter der Linken-Fraktion und ehemaliger, hauptamtlicher Stasi-Mitarbeiter (der erste und bisher einzigste im Bundestag!) nun vor dem Lübecker Landgericht etwas durch, was ihm auch unter Linken nur wenig Sympathien einbringen dürfte.

Nach einer “einstweiligen Verfügung” gegen den deutschen Verein der gemeinnützigen wikipedia sind Nutzer nun gezwungen, einen Umweg über die U.S.-Server des Informationsnetzes zu gehen. Unter www.wikipedia.de nur noch folgenden Hinweis:

“Mit einstweiliger Verfügung des Landgerichts Lübeck vom 13. November 2008, erwirkt durch Lutz Heilmann, MdB (Die Linke), wird es dem Wikimedia Deutschland e.V. untersagt, “die Internetadresse wikipedia.de auf die Internetadresse de.wikipedia.org weiterzuleiten”, solange “unter der Internet-Adresse de.wikipedia.org” bestimmte Äußerungen über Lutz Heilmann vorgehalten werden. Bis auf Weiteres muss das Angebot auf wikipedia.de in seiner bisherigen Form daher eingestellt werden. Der Wikimedia Deutschland e.V. wird gegen den Beschluss Widerspruch einlegen.”

Hintergrund sind offensichtlich vier Passagen des Eintrages unter Lutz Heilmann, die sich auf die Vita, dem beruflichen sowie privaten Umfeld dieses Bundestags-Abgeordneten beziehen. Mehr dazu in den hanseatischen befindlichkeiten...