
Barack Obama im Wahlkampf 2008 in Austin/ Texas (flickr-photos)
Der heutige Tag wird für viele mit unvergessenen Eindrücken eingeprägt bleiben. OK; natürlich für wesentlich mehr Amerikanern und vermutlich nur für wesentlich weniger Deutsche. Aber das Wahlergebnis, das heute endlich einen „African-American“ an den Präsidenten-Schreibtisch im Weißen Haus katapultierte, bleibt auch für uns Europäer ein Lehrstück: Innerhalb einer Demokratie ist nichts unmöglich – auch nicht die positiven Entwicklungen. Was für uns hier nebensächlich erscheint, nämlich die Frage, ob die Hautfarbe das höchste politische Amt der Vereinigten Staaten verändert, gibt Hoffnung. Dann spätestens, wenn versucht wird, diese amerikanische Frage auf hiesige Verhältnisse zu übersetzen.
Die deutsche Antwort darauf käme einer Revolution gleich. Einer Revolution gegen eine überhebliche, unfähige, selbstgefällige und peinliche Kaste von Berufspolitikern, die dem realen und modernen Deutschland von heute nicht mehr gerecht werden kann. Die deutsche Antwort lautet:
Ja, wir können auch!,
aber es ist zweifelhaft, ob wir den Mut haben, diese Frage zu stellen und uns jene Antwort zu geben. So zweifelhaft wie es auch den Anschein hat, dass es zur Zeit eben keinen neue Generation an politischen Visionären gibt.

Ein Politiker als neue politische Vision (flickr-fotos)
Zweifelhaft bleibt es auch, ob der deutsche Wähler den Unterschied zwischen „neuer“ Politik und alter Demagogie erkennt. Denn mit „Visionen“ und falschen politischen „Zaubermeistern“ hat Deutschland eben sehr schlechte Erfahrungen gemacht.
So lächelt der deutsche Intelektuelle auch an einem Tag wie diesem und erklärt, doch ganz einfach erstmal abzuwarten, wie sich diese neue Politik in den USA entwickelt. Warten wir also ab…














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