
Wenn man sich nicht entscheiden kann, ist man modern!
Kein Wunder, dass in der morbiden Finanzbranche jeglicher Dilettantismus möglich ist und ungeheuerlich betrügerische Vorgänge als unglaubliche Naturkatastrophen aufgenommen werden – von fassungslosen Laien, die sich „Analysten“ und „Finanzjournalisten“ nennen. Nein, es kann ganz und gar nicht wundern, weshalb ein ganzer Berufsstand aus Anfängern und Nichtskönnern zu bestehen scheint. Es fängt eben an der Basis an – zum Beispiel bei der Rekrutierung des Finanz-Nachwuchses. Die Firma „placement24“ bietet Nutzern an, stimmige Stellenausschreibungen stets aktuell und schnell als Mail an die entsprechenden Stellensuchenden zu senden. Und offensichtlich ist „placement24″ verantwortlich dafür, dass die Wirtschaft von Nichtskönnern, Zauberern und Zockern pulverisiert wird.
Denn, zum Beispiel, nach der Eingabe des eindeutigen Profils „Journalist“ (mit den entsprechenden Qualifikationen und Stichworten) erhält der betreffende Stellensuchende anstatt passende Offerten häufig Mailangebote mit Texten wie: „Werden Sie jetzt Vermögensberater (m/w) am Elbufer“. Oder einfach auch nur „Navision Assistent“, wohinter dann schwammig eine ordinäre Tätigkeit in einem Callcenter beschrieben wird.
Die Stellenausschreibung ist also eine Mogelpakung, um unbeliebte und, praktisch ständig verfügbare freie Stellenkapazitäten von Jobs an Männer und Frauen zu bringen. Wobei „Jobs“ natürlich masslos übertrieben ist, denn eigentlich handelt es sich hier ja nur um eine Art „Durchlauferhitzer“ für frustrierte, desorientierte und verzweifelte Arbeitslose, die dann nach einigen Wochen noch frustrierter, desorientierter und verzweifelter sind, als zuvor. Dann doch lieber fauler Politiker werden…















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