morbide Finanzbranche

4 11 2008
Wenn man sich nicht entscheiden kann, ist man modern!

Wenn man sich nicht entscheiden kann, ist man modern!

Kein Wunder, dass in der morbiden Finanzbranche jeglicher Dilettantismus möglich ist und ungeheuerlich betrügerische Vorgänge als unglaubliche Naturkatastrophen aufgenommen werden – von fassungslosen Laien, die sich „Analysten“ und „Finanzjournalisten“ nennen. Nein, es kann ganz und gar nicht wundern, weshalb ein ganzer Berufsstand aus Anfängern und Nichtskönnern zu bestehen scheint. Es fängt eben an der Basis an – zum Beispiel bei der Rekrutierung des Finanz-Nachwuchses. Die Firma „placement24“ bietet Nutzern an, stimmige Stellenausschreibungen stets aktuell und schnell als Mail an die entsprechenden Stellensuchenden zu senden. Und offensichtlich ist „placement24″ verantwortlich dafür, dass die Wirtschaft von Nichtskönnern, Zauberern und Zockern pulverisiert wird.
Denn, zum Beispiel, nach der Eingabe des eindeutigen Profils „Journalist“ (mit den entsprechenden Qualifikationen und Stichworten) erhält der betreffende Stellensuchende anstatt passende Offerten häufig Mailangebote mit Texten wie: „Werden Sie jetzt Vermögensberater (m/w) am Elbufer“. Oder einfach auch nur „Navision Assistent“, wohinter dann schwammig eine ordinäre Tätigkeit in einem Callcenter beschrieben wird.
Die Stellenausschreibung ist also eine Mogelpakung, um unbeliebte und, praktisch ständig verfügbare freie Stellenkapazitäten von Jobs an Männer und Frauen zu bringen. Wobei „Jobs“ natürlich masslos übertrieben ist, denn eigentlich handelt es sich hier ja nur um eine Art „Durchlauferhitzer“ für frustrierte, desorientierte und verzweifelte Arbeitslose, die dann nach einigen Wochen noch frustrierter, desorientierter und verzweifelter sind, als zuvor. Dann doch lieber fauler Politiker werden…





Mit Vorsatz doof!

26 10 2008
Massnahmen gegen Juden Anfang der vierziger Jahre

Massnahmen gegen Juden Anfang der vierziger Jahre

Manchmals bin ich mir sicher, dass einige Leute, die sich übrigens für ausgesprochen schlau halten, mit Vorsatz Blödsinn reden. Zum Beispiel folgendes: Der Chef des Münchener ifo-Institutes, ein Hans-Werner Sinn, bezeichnete die aktuelle Manager-Schelte mit der Judenverfolgung im Dritten Reich. Der Sprecher der so bedauerlich verfolgten Manager-Kaste verbreitet damit nicht nur sachlichen Unsinn, er offenbart offensichtliche historische Bildungslücken. Sein rudimentäres Geschichtsbewusstsein zeigt offensichtliche Lücken. So macht der Zentralrat der Juden darauf aufmerksam, dass Manager heute im Gegensatz zu Juden damals nicht verfolgt, geschlagen, ermordet und in Konzentrationslagern deportiert werden.
Vorsätzlich scheint hingegen SInns Bezug zur Weltwirtschaftskrise 1929 und der Judenverfolgung ab 1939 – damals galten den Nazis die Juden weltweit als Sündenböcke, auch für den Zusammenbruch der Börse und der anschließenden Weltwirtschaftskrise.

Man merkt die Absicht, die hinter dieser Provokation steckt. Ein unwesentlicherer Beitrag hätte aber vermutlich keinerlei Medieninteresse nach sich gezogen – Dummheiten bringen eben Quoten.