Cafe Remise

8 06 2009

LuebeckEssen & TrinkenCafes & Coffee ShopsCafesEssen & TrinkenRestaurantsDeutsch

Im Hinterhof der Remise zu sitzen, kommt fast schon höherer Lebensqualität gleich.
Wenn es nicht zu zügig ist, kann die ganze Szenerie hier eine italienische Note bekommen; es kann also heiter werden. Die Preise sind absolut im Niveau „ernsthaft angemessen“ und sorgen langfristig dazu, auch mal woanders seinen Kaffee zu trinken…
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Fisch-Hütte, Untertrave, Lübeck

8 06 2009

LuebeckEssen & TrinkenFast Food & Imbiss

Die Fisch-Hütte, direkt an der Lübecker Drehbrücke, ist eine Lübecker Institution.
Eine passende Adresse für den passenden Hafen-Imbiss.
Die englischen Fish&Ships kommen zwar in einer ungewohnten Aufmachung – der Fisch wurde im getesteten Fall ebenfalls eher zu „Fisch-Ships“ verarbeitet, vermutlich die hanseatische Variante – wird aber (großes Lob) auf Wunsch mit einem Fläschen aus England importierten Malz-Essig gereicht.
Das Bier ist genau so kalt, wie es sein sollte; die Fischgerichte werden frisch zubereitet. Daran ist nichts auszusetzen.
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Erbeerhof Warnsdorf / Karls Erlebnisshof

15 05 2009

LuebeckFreizeit & AusfluegeAusfluege

Der Warnsdorfer Erdbeerhof ist immer ein Erlebnis wert – auf alle Fälle für Kinder, für die es einiges an Spielmöglichkeiten gibt. Die Aussenanlagen bieten neben einem modernen Spielplatz Pferde, Ziege und Esel zum „anfassen“. Aber auch bei veregneten Tagen (die in diesen Breiten nicht selten sind), bietet ein großer Spielboden fantastische Spiel- und Klettermöglichkeiten – an den Wochenenden bietet der Erlebnishof sogar kostenloses Kinderschminken.
Das Preis-/Leistungsverhältnis für die älteren Angehörigen stimmt ebenso: Hausgemachter Kuchen und Kaffee „satt“ zu fairen und günstigen Preisen.
Nicht unterschlagen werden darf das Angebot an Gewürzen, Tees, Kunstgewerbe und Dekomaterialen „der Region“ im großen Hofladen: Neben Fischerkugeln und Schiffsmodellen bekommt man jedoch auch Bücher und Kinderspielzeug. Nicht zu vergessen: Das hofgemachte Brot sowie zahlreiche Wurstspezialitäten.
Achso – natürlich bekommt man hier auch immer noch Erdbeeren; und zwar in Hülle und Fülle. Wer die Früchte selbst pflücken möchte, bitte: Auch hierzu hat man in Warnsdorf auf zahlreichen Feldern in der Nähe Gelegenheit.
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Qype: World Coffee in Lübeck

23 04 2009

LuebeckEssen & TrinkenCafes & Coffee ShopsCoffee Shops

Ein Ort, der sich förmlich aufzwingt. Besonders nach der stundenlangen Bahnfahrt – endlich wieder zuhause, erst einmal durch einen großen, exotischen oder ganz einfachen Kaffee zu sich kommen und mittels WLAN eMail checken und Kontakt mit der twitter-Gemeinde aufnehmen. Der Laden im Lübecker Hauptbahnhof ist klein und dabei umso gemütlicher; ein Platz am großen Fenster zur Wandelhalle ist meistens immer frei. Das Personal ist freundlich und um Service bemüht; da macht es auch nichts, eventuell erst selbst darauf aufmerksam zu machen, daß zu einem Kaffee eine halbe Stunde WLAN inklusive ist. Beim bezahlen verlocken sogar noch Snacks, z.b. original Hersheys-Schokolade aus den USA – doch sollte auf das Haltbarkeitsdatum geachtet werden!

Wer sich länger als einen Kaffee oder eine halbe Stunde hier aufhalten möchte, kann das tun. Jede weitere halbe Stunde WLAN kostet € 0,50. Wer auf Internet verzichtet und niemanden zum unterhalten bei sich hat: Aktuelle Zeitungen gibt es hier auch.
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Leserreporter

26 11 2008
Leserreporter gibt es auch in Österreich; die Ausbildung findet im redaktionellen Teil statt...

Leserreporter gibt es auch in Österreich; die Ausbildung findet im redaktionellen Teil statt...

Die Discounterkette „LIDL“ verkauft ab 4.12. in ihren Filialen die bild.de-Videokamera für €69,90. Mit dabei ist auch eine Software, mit denen die Nutzer (von Bild „Leserreporter“ genannt) ihre Videos auf die Server von bild.de hochladen können. BILD-Chefredakteur Kai Diekmann will somit innerhalb kürzester Zeit über kostenlosen Content für seine seltsame Publikation verfügen. Bereits vor kurzem schwadronierte Diekmann aus, „verdienten“ Leserreportern eine solche Kamera zu schenken.

Als ich 1995 mein Volontariat in einer Lübecker Redaktion begann, fiel mir ein Buch aus dem Verlagsregal direkt in den Arm: „Niedergang des Journalismus“ (oder so ähnlich), hiess es, und handelte von einer globalisierten Welt und (damals) neuen Kommunikationstechniken. Journalismus, so der Tenor, wäre demnach zukünftig nur noch eine Zusatzqualifikation innerhalb der gesellschaftlichen Kommunikation. Aufgabe der Redakteure wäre es künftig, journalistische Beiträge zu formen, zu finden und für die eigenen Publikationen zu kanalisieren.

Kai DIekmann scheint auch dieses Buch gelesen zu haben. Und seine Reporter und Journalisten eingeschworen zu haben, ihr eigenes Grab zu schaufeln. Der Witz an der Sache ist: Die sonst so weitsichtigen, tiefsinnigen und geistig-unabhängigen Journalisten erkannten nicht, wessen Grab sie gruben, machten sogar begeistert mit.

Auch ich gehörte zum Heer der Praktikanten, die selbstverständlich irgendwann mal unter göttlichen Konditionen übernommen werden sollten. Praktikanten, die sich bereitwillig ausbeuten lassen und gerne bereit sind, bei Recherchen auch mal aus eigener Tasche zuzuzahlen – der Glaube an das eigene Können und den Respekt vor Qualität war zu dieser Zeit noch ungebrochen. Ich lernte die menschenverachtende BILD-Redaktion kennen, arbeitete mich am Hamburger Axel-Springer-Platz bis zur Computer-BILD vor. Und lernte dann, unten, in der Passage, einen anderen Praktikanten kennen. Der tat ebenso motiviert, war jedoch bereits 44 Jahre alt. Geschockt wachte ich auf, hörte auf zu Glauben und begann zu handeln.

Kai Diekmann hat vielleicht zu viele Mitarbeiter angezüchtet, die irgendwann nicht mehr an ihre Übernahme glauben und sich jenseits der Dreißiger-Grenze vielleicht auch mal zu alt als Praktikant fühlen. Seine Idee, noch viel billiger und unabhängiger zu produzieren mündete im Masterplan, sogenannte „Leserreporter“ heranzüchten zu wollen. Das ärgerte zwar den „Deutschen Journalisten-Verband“ und andere, war dem Diekmann aber völlig gleichgültig. Presseratsrügen und Kritik perlen an schmierigen Menschen meist widerstandslos ab. Diekmann selbst findet den Masterplan offensichtlich als Karriere-Meilenstein: Wo andere noch verdiente Mitarbeiter bis zur Entlassung zu kürzen versuchen, stellt Diekmann für BILD neue Mitarbeiter ein, die nicht nur völlig kostenlos tätig werden, sondern darüber hinaus auch noch ihr Equipment selbst finanzieren. Über Kompetenz macht sich der Mann dabei keinen Kopf – seine „BILD“ hat schliesslich auch weder Kompetenz, noch Niveau – er kann also eigentlich nichts falsch machen…